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Bayerischer Kunstfoerderpreis 2019


Am 19. November 2019 erhält Isabel Kott den bayerischen Kunstförderpreis im Bereich Darstellende Kunst für "Authentizität und Leidenschaft“ ihres Spiels.

Wer auch nur ein wenig vertraut ist mit dem wundersamen Theaterkosmos von Stefan Kastner, kennt Isabel Kott. Als Ingeborg Bachmann, als Sphinx von Giesing, als Theaterereignis. Nie wirkt sie auf der Bühne als wolle sie Kunst machen, etwas darstellen. Isabel Kott ist einfach da. Vielleicht ist es hierfuer ein Vorteil, dass sie das Schauspielen uebers Spielen und nicht in einer Schule gelernt hat. Sie hat gedreht, am Theater hospitiert, assistiert, an der Uni studiert und jahrelang am TamS Theater München gespielt. Früher dachte sie sich manchmal, wenn sie gerade nichts zu spielen hatte, wäre ich doch auf eine Schauspielschule gegangen, dann könnte ich jetzt wenigstens eine ordentliche Bewerbung schreiben. Aber das muss sie nicht. Sie muss nur gesehen, erlebt werden, denn dann bleibt ihre Wahrhaftigkeit lange im Kopf und im Herz des Zuschauers haften. Das passiert, wenn sie liebevoll mit ihren Kollegen spielt. Das passiert aber auch, wenn sie ganz alleine ist. Wenn sie Schnitzlers Fräulein Else ist oder das wilde fantasievolle Mädchen aus Wolfgang Herrndorfs Bilder deiner grossen Liebe. Kott spielt die Figuren nicht, sie lebt sie. Mit ihr sind sie da.

Laudatio, Gutachterausschuss Darstellende Kunst
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Portrait Isabel Kott